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Attraktivität für Fachkräfte steigern – Frankfurter Arbeitsmarkt weiter stärken

21. Auflage der SWAK

Mitglieder der Ständigen Wirtschafts- und Arbeitsmarktkonferenz diskutieren aktuelle Herausforderung des kommunalen Arbeitsmarktes. Oberbürgermeister Josef und Stadträtin Wüst blicken auf das Entwicklungspotenzial für Frankfurt am Main. Vor allem das Thema Fachkräftemangel steht weiter im Zentrum arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen.

Am Dienstag, den 14.05.2024, trafen sich die Mitglieder zur 21. Auflage der Ständigen Wirtschafts- und Arbeitsmarktkonferenz (SWAK) im Haus Silberberg des Frankfurter Römers. Unter Vorsitz von Oberbürgermeister Mike Josef tagte die SWAK erstmals seit drei Jahren wieder im Plenum. Die Plenarsitzung selbst setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Magistrates, regionaler Arbeitgeber und Arbeitnehmerverbände, Akteurinnen und Akteure der lokalen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sowie Einrichtungen der Beschäftigungsförderung zusammen.

Strategien gegen Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel im Fokus

Für die diesjährige Auflage wurde die Frage nach der zukünftigen Ausgestaltung der Arbeit als zentrales Thema identifiziert. Der Einladung „Zukunft der Arbeit. Strategien gegen Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel in Frankfurt am Main“ folgten 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nach den einleitenden Worten von Oberbürgermeister Mike Josef stellte Stadträtin Stephanie Wüst Schwerpunkte ihrer Arbeit als Vorsitzende des Arbeitsausschusses sowie weitere arbeitsmarktrelevante Projekte aus dem Wirtschaftsdezernat vor. Stadtkämmerer Dr. Bastian Bergerhoff, Stadträtin Annette Rinn und Stadträtin Elke Voitl schlossen sich mit Berichten aus ihren Dezernaten an. Nachfolgend gaben der Leiter der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt, Björn Krienke, und Ulli Dvorák, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt, einen detaillierten Einblick in die aktuelle Arbeitsmarktsituation in Frankfurt am Main.

Einen fachlichen Input erhielten die Teilnehmenden durch Vorträge von Dr. Christa Larsen, Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), sowie von Dr. Carola Burkert, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Sie stellten aktuelle Themen zum Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel in Frankfurt am Main vor. Frau Dr. Larsen berichtete ihrerseits über die Hessische Fachkräfteinitiative „Zukunftsgerecht und regional: Fachkräftesicherung in Hessen“ und die darin unter anderem gewonnen Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Demografischen Wandels auf den Frankfurter Arbeitsmarkt. Frau Dr. Burkert setzte in ihrem Fachvortrag einen Schwerpunkt auf digitale Entwicklungen in der Arbeitswelt. Sie verband dies mit dem Thema Künstlicher Intelligenz und dem Einfluss, den diese Technologie auf (zukünftige) Berufe nehmen kann.

Frankfurter Arbeitsmarkt bleibt weiter attraktiv

Oberbürgermeister Mike Josef dankte allen Beteiligten, die daran mitarbeiten, den Frankfurter Arbeitsmarkt weiter zu stärken und hob die Schlaglichter hervor, durch die die SWAK Ansatzpunkte zeigt, um Strukturen zu verbessern. Wesentliche Rückmeldungen gab es zur Ausländerbehörde und zum Wohnungsbau.

„Durch das im letzten Jahr eingeführte Online-Antragsformular werden Rückstände an unbearbeiteten Vorgängen abgebaut, dafür bin ich der zuständigen Dezernentin Annette Rinn dankbar. Als nächsten Schritt haben wir uns entschieden, die Frankfurter Ausländerbehörde zu verselbstständigen, damit sie noch schneller, bürgerfreundlicher, lösungsorientierter und mit hohen Qualitätsstandards arbeiten kann. Wir wollen die Ausländerbehörde aus dem Ordnungsamt herauslösen und in ein eigenes Amt überführen. Dazu gilt es die personellen Voraussetzungen zu verbessern, damit noch flexibler gearbeitet werden kann“, sagte Oberbürgermeister Mike Josef.

„Ein weiteres zentrales Thema, das schon in den Vorgesprächen zur Sprache gekommen ist, ist bezahlbarer Wohnraum, speziell für junge Menschen. Wer die Arbeitskräfte von morgen ausbilden möchte, benötigt attraktive Strukturen, um jungen Menschen das Leben in unserer Stadt zu ermöglichen. Gerade aufgrund des Fachkräftemangels müssen wir alles tun, damit wir den Arbeitsmarkt stärken“, so der Oberbürgermeister.

Josef ist dem Planungsdezernenten Marcus Gwechenberger dankbar, dass er die Richtlinie für gefördertes Wohnen um Auszubildende erweitern will: „Der Beschluss dazu soll schnellstmöglich im Magistrat ergehen. Die Stadt Frankfurt schafft somit die Rahmenbedingungen, um bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende zu ermöglichen. Neben dem ersten Projekt im Baugebiet Hilgenfeld sollen somit bald weitere Angebote folgen.“

Mike Josef betonte, dass auch 2025 eine SWAK tagen wird und die angestoßenen Themen bis dahin weiter vorangetrieben und bearbeitet werden.

Stadträtin Stephanie Wüst: „Frankfurt am Main ist seit vielen Jahren ein attraktiver Arbeitsort für Menschen aus aller Welt. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden. Mit der heutigen SWAK haben wir konkrete Ansatzpunkte, an denen wir nun im Arbeitsausschuss arbeiten werden, um konkrete Handlungsfelder zu definieren und Maßnahmen herauszuarbeiten, die auch als Appell an die Stadt verstanden werden müssen. Ich bin den Mitgliedern sehr dankbar für Ihren Input und ihren eminent wichtigen Einsatz für den Standort – und freue mich auf die weitere Arbeit im Arbeitsausschuss.“

SWAK seit 1996 als wichtige Konferenz etabliert

Als Steuerungsgremium der SWAK fungiert der sogenannte Arbeitsausschuss, bestehend aus der amtierenden Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (Vorsitzende des Ausschusses) plus Vertreterinnen und Vertretern folgender Institutionen: Handwerkskammer FrankfurtRheinMain, Industrie- und Handelskammer für Frankfurt am Main, Deutscher Gewerkschaftsbund Region Frankfurt-Rhein-Main, Hessischer Unternehmerverband, Agentur für Arbeit Frankfurt am Main, Rhein-Main-Jobcenter, Regionalverband FrankfurtRheinMain, Sozialdezernat und Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH. Bis zur nächsten SWAK-Plenarsitzung im Frühling 2025 soll es noch drei weitere Sitzungen des Arbeitsausschusses geben.

Die SWAK selbst wurde 1996 als großer Runder Tisch der Stadt Frankfurt am Main ins Leben gerufen und hat sich seither als wichtige Konferenz etabliert, in der Projekte und Ideen durch den Arbeitsausschuss eingebracht werden können. Die Aufgaben der SWAK und des Arbeitsausschusses sind dabei unter anderem mehr Transparenz über das Wirtschaftsgeschehen und standortrelevante Entwicklungen zu schaffen, die Mitglieder mehr in die städtische Politik mit einzubinden und einen wirtschaftspolitischen Forderungskatalog zu erstellen. Aus dem Gremium heraus sind in den vergangenen Jahren wegweisende Projekte auf den Weg gebracht worden, wie die Gewerbeberatung bei die Wirtschaftsförderung Frankfurt, das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ), das Regionale Frankfurter Mentoring (ReFraMe) oder auch den Masterplan Industrie.

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